Studien zur Wirkung von OPC auf das Herz-Kreislauf-System

Studie (2014):

Randomisierte Pilot-Studie zu den langfristigen  Auswirkungen von Rot- und Weißweinkonsum auf die Biomarker der Atheriosklerose (in vino veritas : IVV -Studie)

 

Auf dem European Society of Cardiology Kongress 2014 stellte Professor Milos Taborsky die Ergebnisse seiner „In Vivo Veritas-Studie“ (Im Wein liegt die Wahrheit) vor. Die IVV-Studie ist eine randomisierte Pilotstudie zum Vergleich von langfristigen Auswirkungen des Konsums von Rot- und Weißweinen auf Biomarker der Arteriosklerose.

 

Der Hintergrund der IVV Studie basiert auf dem Phänomen des in den 90er Jahren geprägten französischen Paradox, dass eine mediterrane Ernährung mit leichtem bis mäßigem Weinkonsum (primär Rotwein), eine schützende Wirkung auf das Herz-Kreislauf System hat. 

 

Bei dieser Studie tranken 146 zufällig ausgewählte, gesunde Probanden mit leichtem- bis mittelschwerem Risiko an einer Arteriosklerose zu erkranken, ein Jahr lang regelmäßig 5 mal pro Woche Rotwein oder Weißwein. Am Anfang und am Ende der Studie wurde die Konzentration von HDL-Cholesterin und anderen Markern für Arteriosklerose, im Blut der Probanden gemessen.

 

Das HDL-Cholesterin ist das sogenannte „gute Cholesterin“, das überschüssiges Cholesterin aus den Körperzellen in die Leber abtransportiert und so vor möglichen arteriellen Verstopfungen schützt (siehe Arteriosklerose).

 

Die IVV-Studie ist die erste Studie, die einen langfristigen Vergleich der Auswirkung von Rot- und Weißweinkonsum auf das HDL-Cholesterin und andere Marker der Arteriosklerose untersuchte.

 

Das Ergebnis dieser Studie konnte keine Zunahme des „guten Cholesterins“ feststellen, jedoch beobachteten die Wissenschaftler bei einer Subgruppe der Probanden, die zusätzlich mindestens 2 Mal pro Woche Sport machten, eine Zunahme des HDL-Cholesterins und eine Abnahme des „schlechten“ LDL-Cholesterins sowie des gesamten Cholesterin-Spiegels.

 

„Wein schützt nur diejenigen vor Kardiovaskularen Erkrankungen, die sich sportlich betätigen.“

 

(Quelle: Studie von Taborsky M., Ostadal P., Peterek M., veröffentlicht im Bratislave Medical Journal 2012; 113 (3): 156-8. Quelle der vorgestellten Ergebnisse: European Society of Cardiology; Originaltitel: 

A pilot randomized trial comparing long-term effects of red and white wines on biomarkers of atherosclerosis (in vino veritas: IVV trial). http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22428764#

 

Studie 2008:

Bolus Einnahme, nicht aber der regelmäßige Verzehr von nativen oder entalkoholisiertem Rotwein moduliert immunologische Funktionen von Leukozyten in gesunden Probanden. 

 

Im Jahr 2008 veröffentlichte das Journal „Annals of Nutrition and Metabolism“ eine Studie, welche die Wirkung von alkoholhaltigem und nicht-alkoholhaltigem Rotwein auf das menschliche Immunsystem untersuchte. Inhalt der Untersuchung war die Erforschung des Einflusses regelmäßigem Rotweinkonsums auf die Senkung des Risikos koronarer Herzkrankheiten.

 

Die Probanden dieser randomisierten Studie, 27 Nichtraucher, wurden in 3 Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe konsumierte täglich eine Einzeldosis von 200 ml Rotwein, die zweite Gruppe 175 ml nicht-alkoholischen Rotwein und die dritte Gruppe 200 ml Wasser. Die Einzeldosen wurden täglich über 6 Wochen verabreicht. Den Teilnehmern wurde jeweils direkt vor dem Verzehr Blut abgenommen sowie ein zweites Mal nach 90 Minuten und ein drittes Mal nach 360 Minuten. Eine finale Blutuntersuchung erfolgte nach Abschluss der 6 Wochen.

 

Die Wissenschaftler fanden keine immunologische Veränderung im Zusammenhang mit dem täglichen Weinkonsum, jedoch wies die Gruppe, die den nicht-alkoholischen Rotwein trank, jeweils bei der dritten täglichen Blutuntersuchung nach 360 Minuten, eine Abnahme der Apoptose (Form des programmierten Zelltodes durch Immunzellen wie z.B. weiße Blutkörperchen) auf.

 

(Quelle: 2008 S. Kargel AG, Basel; Ellinger S., Arendt BM., Fimmers R., Stehle P., U. Spengler, Goerlich R.; Ann Nutr Metab. 2008; 52 (4): 288-95. doi: 10.1159/000146275. Epub 2008 22. Juli; Originaltitel: Bolus ingestion but not regular consumption of native or dealcoholized red wine modulates selected immunological functions of leukocytes in healthy volunteers.) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18645246

 

 

Studie 2005:

Der Einfluss moderaten Rotwein Konsums auf die Konzentration von Antioxidatien in Zusammenhang mit oxidativen Stress und KHK (koronare Herzerkrankungen) bei gesunden Probanden.

 

Im Februar 2005 veröffentlichte eine Expertengruppe aus Forschern im „British Journal of Nutrition“ eine Studie, die den Einfluss moderaten Rotweintrinkens auf die Konzentration von Antioxidantien im gesunden menschlichen Körper sowie den Zusammenhang von oxidativem Stress und koronaren Herzerkrankungen untersuchte.

 

An dieser randomisierten, kontrollierten Studie nahmen 20 gesunde Probanden im Alter von 23 und 50 Jahren teil. Eine Gruppe trank über einen Zeitraum von 2 Wochen täglich 375 ml Rotwein. Die „Kontroll“-Gruppe trank keinen Alkohol und verzehrte nur Lebensmittel, die wenig Polyphenole enthielten, sie senkte u.a. den Konsum von Obst und Gemüse über den Zeitraum des Versuchs. 

 

Im Plasma der Rotwein-Gruppe wurde nach 2 Wochen des täglichen Weinkonsums eine signifikant erhöhte Konzentration von Phenolen (sekundäre Pflanzenstoffe) sowie Spuren der Zwischenprodukte von Catechin und Epicatechin festgestellt. Catechine zeichnen sich durch ihre starken antioxidativen Eigenschaften aus. In der Kontrollgruppe hingegen konnte in diesem Zusammenhang keine Veränderung festgestellt werden. Außerdem wies die „Rotweingruppe“ einen Rückgang des „schlechten“ Cholesterins und ein Anstieg des „guten“ Cholesterins auf.

 

Die Ergebnisse der Studie liefern gute Erkenntnisse und Hinweise auf die schützende Wirkung von moderatem Rotweinkonsum bei gesunden Probanden.

 

(Quelle der Studie: British Journal of Nutrition 2005 Februar; 93 (2): 233-40; Tsang C., S. Higgins, Duthie GG., Duthie SJ., Howie M., Mullen W. Lean ME., Crozier A.; Originaltitel: The influence of moderate red wine consumption on antioxidant status and indices of oxidative stress associated with CHD in healthy volunteers) http://journals.cambridge.org/download.phpfile=%2FBJN%2FBJN93_02%2FS0007114505000309a.pdf&code=96c8f7f5472f78c874f024857fd4885c bzw. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15788107

 

 

Studie 2002:

Effekte von Rotwein und dem Weinpolyphenol Resveratrol auf die Thrombozytenaggregation in vivo und in vitro.

 

Das „International Journal of Molecular Medicine“ veröffentlichte im Januar 2002 eine Studie zu der Wirkung von Rotwein, Polyphenole des Rotweins und Resveratrol auf die Thrombozytenaggregation.

 

Die Thrombozytenaggregation bedeutet nichts anderes als den Zusammenschluss von Blutplättchen. Dieser Zusammenschluss dient dem Verschluss verletzter Blutgefäße und kann unter besonderen, ungünstigen Umständen zu einer Thrombose führen.

 

Bei dieser Studie wurde die Wirkung von dem im Rotwein befindlichen Resveratrol auf die Aggregation von Thrombozyten an gesunden, männlichen Probanden mit normalem Blutdruck getestet. Des Weiteren wurde die Wirkung an Kaninchen mit erhöhtem Cholesterin-Spiegel getestet.

 

Das Ergebnis dieser Studie zeigte bei den gesunden männlichen Probanden sowie bei den Kaninchen eine signifikante Hemmung der Thrombozytenaggregation.

Laut dieser Studie ist das Resveratrol ein Mechanismus, durch den die Polyphenole im Rotwein ihre kardioprotektive Wirkung im menschlichen Organismus ausüben. 

 

(Quelle: Int J Mol Med. 2002 Jan; 9 (1): 77-9. Wang Z., Huang Y., Zou J., K. Cao Xu Y., Wu JM.

Originaltitel: Effects of red wine and wine polyphenol resveratrol on platelet aggregation in vivo and in vitro.) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11745001